Donnerstag, 15. November 2007

The star always shines from above...

Launige Worte zum Einstieg:  So. Nun hat es also Mercedes erwischt. Alle paar Jubeljahre ist es einem Marketier langweilig und er oder sie denkt in einem lauschigen Moment: 

"Was ist mir heute langweilig. Was mache ich nur? Was machen andere in meiner Situation? Aha, ja richtig, sie verändern das Logo der Unternehmung!" 

Und dann macht der betreffende Marketier das auch. Mercedes verändert also das Logo leicht und trennt die bisherige Wort-Bildmarke auf, indem der Stern neuerdings leicht verändert von oben rechts und der Schriftzug Mercedes-Benz unten rechts erscheint. Und zwar mit der Begründung, dass der Stern immer von oben schiene (also "scheinen würde"). Wahrscheinlich ist aber weniger "The star always shines from above" die Begründung als vielmehr Probleme beim Druck des bisherigen Logos. Schreibt jedenfalls Spiegel online. Spannend. Aber inwiefern das die Funktion der Marke und des Logos positiv beeinflusst, wage ich doch arg zu bezweifeln. Auf der Website von Mercedes-Benz ist es jedenfalls noch nicht umgesetzt....

Kundenerfahrung der Woche: Die IKEA Community.
Ich war neulich wieder mal beim Ikea. An und für sich ist das noch nicht so spektakulär und würde vom Sensationsgrad wahrscheinlich für den Aufsatz "Mein schönstes Ferienerlebnis" reichen. Interessant ist aber, dass man bei  Ikea immer wieder jemanden trifft. Ok, ich meine damit nicht die Familien, deren Kinder langsam im Ballparadies versinken. Die natürlich auch. Oder Studenten, die kiloweise Kiefernpressholzregale da herausräumen. Die heissen Ivar und Billy. Die Regale, die Studenten vielleicht auch. Nein, das sensationelle ist: Man trifft immer wieder Bekannte. In meinem Fall eine meiner Lieblingskolleginnen und einen ehemaligen Studenten, der heute Wirtschaftsprüfer ist. Die eine schleppt eine Jahresladung Kerzen, der nächste einen kompletten Billy (das Regal). Und das beim Preisführer.  Und das ist bemerkenswert. Denn: bei anderen Preisführern wie Denner oder Otto`s treffe ich nie jemanden. Ich denke, hier kann man sehr schön sehen, dass man auch als Preisführer unter bestimmten Bedingungen sehr gute Kundenbeziehungen und sogar Communities aufbauen kann. Zufrieden greife ich mir Dillchips, Hotdog und schwedisches Bier und gehe nach Hause... 

CRM-Veranstaltung der Woche: Lead-Management Symposium 2007. Im letzten Jahr war das genau die Veranstaltung, die mich zum Bloggen gebracht hat.  Ich habe darüber meinen vierten Eintrag in diesem Blog überhaupt geschrieben. In diesem Jahr war die Veranstaltung im Lakeside Zürich und wieder sehr gut besucht. Auch gab es wieder bemerkenswerte Vorträge. So stelle Prof. Dr. Rolf Pfeifer vom Artificial Intelligence Labor der Universität Zürich fest, dass sich intelligente Systeme auch immer durch die Umsetzung von Informationen durch Bewegung auszeichnen. Dass bedeutet übersetzt, dass es nicht genügt, Wissen zu generieren, sondern dass Intelligenz erst da entsteht, wo aufgrund diesen Wissens etwas passiert. Gilt auch fürs CRM: Lernen UND Umsetzen ist gefragt. 

Welche Möglichkeiten der Kundenanalyse bestehen, demonstrierten anschliessend leitende Mitarbeiter der veranstaltenden RBC in einem Rollenspiel. Interessanter Ansatz. Jedenfalls ein Vortrag mit Substanz. Sehr lustig dagegen der Moderator Urs Beer. Der erinnert mich immer besonders bei recht flachen Fragestellungen in der Podiumsdiskussion fatal an Prof. Grzimek und seinen Vortrag über das Erdmännchen, diesen putzigen Gesellen. Fazit der Veranstaltung: Nicht so sensationell wie das letzte Mal, aber man sollte sicher wieder hingehen. Die Veranstaltung etabliert sich langsam zum CRM Event Nr. 2 in der Schweiz. Und die Vorträge und Videos, die gibt`s hier.

Und alles andere gibt es nächste Woche...

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